23.02.2012 05:50 - Brunnenbauer und seine Tätigkeit
 
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Beruf des Brunnenbauers, Brunnenbauers, Brunnenbauer , Wünschelrute, Wasseradern, Pumpanlagen, effizientere Brunnen, moderne Brunnenbauer, Grundwasser, Wasseraufbereitungsanlagen, Wasserversorgung, Nutzung von Erdwärme, Tiefbau, Fertigstellung des Brunnen
 
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Brunnenbauer
 

Seit Menschengedenken ist es eine existenzielle Notwendigkeit, die tägliche Versorgung mit frischem Grundwasser sicherzustellen.

 
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Deshalb ist dem Beruf des Brunnenbauers auch heute noch eine enorm hohe Bedeutung zuzurechnen.



Doch was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Berufsbild?



Man muss gar nicht mal so viele Generationen zurückblicken, da bestanden die Werkzeuge der Brunnenbauer noch aus einer Wünschelrute und einem Spaten. Die Hauptaufgabe bestand darin, Wasseradern unter der Erde aufzuspüren und an diesen Stellen geeignete Brunnen zu errichten, um sich das Wasser zu Nutze machen zu können.



Im Grunde genommen hat sich an dieser Vorgehensweise bis heute nicht viel geändert, wenngleich der technische Fortschritt natürlich auch in diesem Berufszweig deutlich spürbar ist und zu wesentlichen Erleichterungen geführt hat.



Durch den zunehmenden Fortschritt ist es heute möglich, wesentlich größere und effizientere Brunnen sowie Pumpanlagen zu errichten. Dies ist aufgrund der ständig steigenden Bevölkerungszahlen auch dringend geboten, da umso mehr Menschen mit Wasser versorgt werden müssen.



Der moderne Brunnenbauer versteht sich heutzutage als Techniker auf höchstem Niveau. Statt mit einer Rute über den Grasnaben herum zu wedeln, verfügt er über das notwendige Know-How die Bodenbeschaffenheit richtig zu beurteilen sowie die zur Bohrung nach Grundwasser geeigneten Geräte professionell zu bedienen. Solche Bohrungen, tief ins Erdreich hinein, verlangen umfangreiche bodenspezifische und technische Kenntnisse.

Je nach Untergrund müssen die richtige Härte des Bohrkopfes sowie die richtige Umdrehungszahl und der passende Anpressdruck vorher exakt bestimmt werden. Andernfalls würde der Bohrer zu schnell verschleißen oder sogar zerstört werden.



Nachdem die Bohrung durch den Brunnenbauer zunächst genauestens geplant und schließlich mit Erfolg ausgeführt wurde, muss nun der eigentliche Brunnen samt Rohre und Pumpwerk erbaut werden. Nach Fertigstellung des Brunnen sind diese natürlich regelmäßig zu warten. Außerdem sind unter Umständen, je nach Nutzung des gewonnenen Wassers, Wasseraufbereitungsanlagen zu installieren.



Neben der Sicherung der Wasserversorgung obliegt den Brunnenbauern aber auch die Erkundung von Bodenschätzen (z.B. Erdöl, Steinkohle, etc.) sowie die Installation von Vorrichtungen zur Nutzung von Erdwärme. Auch hierfür bringen sie in aller Regel das dafür notwendige Handwerkszeug mit.



Das Rüstzeug für diesen vielseitigen Beruf kann man in Deutschland während einer 2- bis 3-jährigen Ausbildung erlernen. Es handelt sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf, für den man sich mit Hauptschulabschluss bewerben kann. Bewerber sollten günstigstenfalls über umfangreiches technisches Verständnis, räumliches Vorstellungsvermögen sowie ein gutes Reaktionsvermögen verfügen und körperlich belastbar sein. Die meist duale Ausbildung wird derzeit mit 600€ bis 1.200€ (je nach Lehrjahr) vergütet.



Brunnenbauer finden eine Anstellung vor allem bei Tief- und Spezialbauunternehmen.

 
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